Translate

29.09.2025

Ist das zu viel verlangt?

Ich fühle mich nutzlos und allein gelassen, abgestellt in einem Lager. Ich brauche Gesellschaft und nette Gespräche so sehr. Ich schlafe den ganzen Tag oder heule, weil ich nicht weiß, was ich machen soll. Ich putze (wenn ich mal etwas Energie habe) und esse und gucke viele Filme und schlafe wieder, das ist alles. Immer dasselbe, jeden Tag. Ich weiß nichts mehr mit mir anzufangen. Ich vermisse mein echtes Zuhause.

27.09.2025

Panik

Gleich morgens schon eine Panikattacke mit zittern und einem Zusammenbruch. Danach Kopf matschig und Hitze im Körper. Die beständige Einsamkeit und niemanden zu haben, der mit mir redet, plus die nassen Wände hier machen mich fertig. Dazu die ständige Angst, dass es wieder zu regnen beginnt.

Ich habe den ganzen Tag die Terrassentür auf, um die Feuchtigkeit aus dem Raum zu kriegen. Über Nacht 63 Prozent Luftfeuchtigkeit, nach halbem Tag Tür auf, runter auf 56 Prozent. Der normale Zustand war sonst zwischen 50-55%. Ich will, dass die Ursache für die Nässe in den Wänden endlich abgeschaltet wird. Das ist nicht nur der Balkon über mir. Dass dieser Bautrockner Typ hier war, ist mittlerweile schon über 4 Wochen her.

Ich verbringe den ganzen Tag unter den Kopfhörern um mich abzulenken, aber irgendwann funktioniert das nicht mehr. Auf menschliche (seelische/praktische) Unterstützung kann ich ja nicht hoffen.



23.09.2025

Zusammenbruch

 Meltdowns - Zusammenbrüche, wenn …

  • jede kleine Änderung sich anfühlt, wie eine Katastrophe.

  • ich begreife, wie oft ich schon übergangen oder klein geredet wurde.

  • ich merke, dass ich ständig kämpfen muss, nur um zu existieren.

  • ich realisiere, dass ich für viele nur "anstrengend" bin.

  • ich realisiere, dass meine Energie für den Tag schon morgens weg ist.

  • ein "das wird schon" oder "du gewöhnst dich dran" mich innerlich völlig zerstört.

22.09.2025

Das wahre Ich

Was das schlimmste Gefühl ist? Wenn Leute, die vorher ein sicherer Hafen waren, anfangen, dich zu verurteilen, dich zu ignorieren oder gar beschuldigen, sobald du dich öffnest. Das fühlt sich für mich an wie Verrat, wie geschlagen zu werden.

Das Problem ist, je mehr ich mich demaskiere und mich frei fühle, so zu sein wie ich wirklich bin, desto mehr entfernen sich diese Menschen, weil sie denken, dass ich mich verändert haben. Dabei sehen sie, was immer versteckt werden musste. Ich war nie der Mensch, der ich sein wollte. Das wahre Ich mögen sie aber nicht, passt nicht zu ihnen.

Obwohl es etwas gibt, das mich doch verändert hat. Der ständige Eingriff in meine Privatsphäre, das übertreten meiner Grenzen durch Ämter und Leuten mit beruflichen Titeln in ihren Namen. Das hat mich innerlich gebrochen. Sie haben so viel Schaden angerichtet, dass ich keine Menschen mehr ertragen kann, die an mir herumdrehen.

Ich kann das nicht begreifen und ich habe Angst davor, in der Nähe von irgendjemandem ich selbst zu sein, nur weil ich mir nicht die Mühe machen will, ständige Kämpfe mit Pseudo-"Freunden" zu haben, die immer kritisch sind gegenüber allem, was ich tue und was mich interessiert, wofür ich stehe. Ich bin so müde.

20.09.2025

Autistische Symptome

Autistische Hinweise, die sich durch mein gesamtes Leben gezogen haben:

  • Ich sage Dinge eher auf direktem Weg, deswegen denken Menschen oft, ich wäre böse auf sie, was aber nicht stimmt. 

  • Ich erkläre viel, weil ich verstanden werden will, will eindeutig sein. Das hat nichts mit Selbstzentriertheit zu tun, es geht darum, von vornherein Missverständnisse auszuräumen. 

  • Ich denke an viele soziale Verhaltensweisen nicht, wie zB Menschen zu fragen, wie es ihnen geht und sie denken, es würde mich nicht kümmern, was nicht wahr ist. 
  • Ich verstehe vieles nicht, wenn es nicht eindeutig mit klaren Worten gesagt wird. Deswegen sind mir schriftliche Konversationen lieber, da bist du gezwungen dich klarer auszudrücken.

  • Mir fallen längere Kommunikationen schwer und ich scheine selbst zentriert zu wirken (obwohl ich das Gegenteil bin), weil ich meine Erfahrungen einbringen will, was von mir aber als Hilfe und Unterstützung gemeint ist.

17.09.2025

Ursache und Wirkung

Was stimmt mit der Gesellschaft nicht? Zuerst werden, über Jahrzehnte hinweg, Menschen individualisiert, ins Extreme hinein. Die soziale Gemeinschaft wird in die unsichtbare Ecke gedrängt, das schafft Probleme. Es wird Menschen nicht (mehr) beigebracht, wie wichtig diese für den sozialen Zusammenhalt sind.

Das Prinzip von Ursache und Wirkung. Was du (systematisch) verursachst, kommt wie ein Bumerang mit Auswirkungen zurück.

Erst wirst du im System krank gemacht, in der Kindheit gemobbt, weil du sozial nicht klarkommst. Dann wirst du dafür gestraft, was Auswirkungen hat, die dich für den Rest deines Lebens begleiten.

Dann überwindest du dich irgendwann zur Therapie, aber auch die geht nur in die Richtung, dass an dir herumgeschraubt wird, weil du dich ja anzupassen hast bis du zusammenbrichst.

13.09.2025

Bücher lesen

Ich habe mir früher, so mit 10-15 Jahren, mir so oft wie möglich die Romane zu Lieblingsfilmen besorgt. Ist mir kürzlich wieder eingefallen und jetzt gucke ich nach eBooks zu Filmen, die ich damals nirgends fand und dazu sehe ich noch geschriebene Fortsetzungen, von denen ich nichts wusste. Damals habe ich mir von bestimmten Verlagen ihre Kataloge schicken lassen müssen, um überhaupt zu erfahren, was sie haben. Zb vom Goldmann Verlag, der viele dieser Bücher hatte. Der Verlag gibt's heute so nicht mehr. Überhaupt scheint diese Ecke ziemlich geschrumpft zu sein.

12.09.2025

Im falschen Film

Furchtbarer Tagesanfang. Aufwachen und denken, alles ist ein böser Traum. Dann schlägt die derzeitige Realität zu und alle noch zu lösende Probleme rücken ins Sichtfeld. Alles Dinge, für die ich andere Menschen brauche, weil es von diesen abhängt. 

Zum Beispiel die Ursache des Regenschadens in der Wand reparieren. Das zerrt an den Nerven. Aufbau einer Küche, noch mehr fremde Menschen, die in meinen eh zu engen 30qm Raum vordringen sollen.

08.09.2025

Die Suche nach Energie

Ich bin erst um 9 Uhr aufgewacht, was mal ungewohnt lange war. Seit über einem Jahr schlafe ich nicht mehr allzu gut. Ich muss wieder mehr trainieren, was ich auch in letzter Zeit vernachlässige. Energie ist runter. Komischerweise hatte ich während der heißesten Tage im Sommer mehr Energie dafür übrig.

Nach kurzem Training lüftet sich der Kopf etwas, aber dann plötzlich wieder ein Tief. Ich sehe die fleckigen Wände, die noch neu tapeziert werden müssen wegen nasser Flecken durch den Balkon über mir, was für mich ein ewiger Wartezustand bedeutet. Ich falle ins Tief, weil ich mir so sehr ein Zuhause wünsche, ein Ort, wo ich in Ruhe gelassen werde, ich mich endlich zurückziehen kann, ohne jegliche Eindringlinge. Ich will endlich Gemütlichkeit herstellen, ohne Sichtbarkeit von Kisten, unfertigen Ecken, ungemütlichen Möbeln.

Ich möchte so gerne leben, irgendwie, aber ich weiß nicht wie man das macht. Ich brauche einen Sinn, etwas woran ich mich festhalten kann, doch das finde ich einfach nicht. Ich fühle mich, als ob ich ständig in der Luft hänge und niemand ist da, der mir dabei hilft. Ich hasse es, alleine zu sein.